Aus der Kooperation zwischen dem Institut für Sportwissenschaft und der IGS Kreyenbrück wurde im Rahmen des universitären Seminars ‚Lehrgang und Projekt 1‘ ein Projekt entwickelt und vom 3.– 4. August 2017 mit dem 10. Jahrgang der IGS Kreyenbrück durchgeführt.
Im fächerübergreifenden Projektunterricht trafen sich die Disziplinen Kunst und Sport, um der Frage nachzugehen, wie eine Bewegung in das Medium der Zeichnung übersetzt werden kann. Was macht eine Bewegung überhaupt besonders? Welche Merkmale haben Momentaufnahmen einer Bewegung, die zeichnerisch hervorgehoben werden können? Die Studierenden der Universität Oldenburg hatten die Absicht mit den Schüler*innen ein Daumenkino zu erarbeiten, in welchem die sportliche, sowie die zeichnerische, Komponente hervorgehoben werden sollten.
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Im Vorfeld wurden dafür zunächst mit den Schüler*innen verschiedene Ballrotationen zeichnerisch nachempfunden, um ihnen Eindrücke der Vielfalt von Bewegungen zu vermitteln. In einem weiteren Vorbereitungsschritt erprobten die Schüler*innen einen einhändigen Standwurf im Basketball und hielten diesen in einem Slow-Motion Handyvideo fest, das als Grundlage für die anschließende Erstellung der Daumenkinos diente. Zu Beginn der zeichnerischen Umsetzung wurde ein historischer Einblick in die Entstehung der Daumenkinos gegeben, sodass die Schüler*innen sich auch mit dem theoretischen Aspekt ‚Wie entstand das bewegte Bild?‘ auseinandersetzten.
Im Verlauf des Entwicklungsprozesses entstanden so bei der kreativen Umsetzung der Bewegung in das zeichnerische Medium vielfältigste individuelle Ergebnisse und Neuinterpretationen der Bewegungen, die im Produkt Daumenkino ersichtlich wurden. Gegenstand der weiteren Überlegungen war außerdem, entsprechend der kinematographischen Entwicklung, eine weiterführende Umsetzung der Bewegung in ein Zoetrop (‚Wundertrommel‘).