Kati Gausmann ist Bildhauerin. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit Bewegung, Rhythmus und Handlung als formbildende Prozesse und dem Aufzeichnen von Bewegungsabläufen als raum-zeitliche Phänomene. Gausmann erforscht in unterschiedlichen Materialien, wie aus Bewegung Form entsteht.
In den letzten Jahren hat sie sich auf geologische Prozesse konzentriert, die sie als skulpturale Phänomene versteht, wie beispielsweise die Rotation der Erde um sich selbst, die Bewegungen der Kontinentalplatten, die Entstehung und Abtragung von Gebirgen. Sie ist fasziniert von den globalen und universalen Rhythmen als intrinsische menschliche Erfahrung und den Grenzen menschlicher Wahrnehmung.
Kati Gausmanns künstlerische Vorgehensweise ist prozessorientiert. Sie verbindet zeichnerisches, installatives und performatives Handeln. Meist arbeitet sie mit klaren Versuchsanordnungen, die sich auf ein Thema und / oder einen Ort beziehen. Sie wählt ein Bezugssystem, setzt Anordnungen für Handlungen und agiert im Zwischenfeld der und in Reibung mit den gewählten Bezugsgrößen.
Ihre praktische Arbeit wird begleitet von theoretischer Auseinandersetzung. Künstlerische Expeditionen sind Teil ihres Arbeitsprozesses.